Göttingen und der "Zukunftsvertrag"

Ein Gespenst geht um in Göttingen - der sogenannte Zukunftsvertrag, den die Stadt mit dem Land abgeschlosen hat. Jaaaa - alles wird gut: Wenn wir nur 10 Jahre lang sparsam leben, übernimmt das Land einen Teil der städtischen Schulden bzw. - wie es manche der an Laternenmasten baumelnden Plakate suggerieren - Göttingen ist schuldenfrei.

Die Realität sieht anders aus: Zum einen werden diese Sparmaßnahmen vor allem im sozialen und im kulturellen Bereich stattfinden und werden sich dort so drastisch auswirken, dass sie der einen oder anderen Initiative, dem einen oder anderen soziokulturellen Zentrum endgültig den Garaus machen werden. Das will die Politik nicht einmal verheimlichen: Frank-Peter Arndt und Rolf Becker, die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen im Stadtrat, haben sich im Blick vom 22.2.2012 zu Streichungen und Zusammenlegungen im Kultur-Bereich geäußert - dabei fiel der schöne Satz: "Kultur lebt von Neuem, da gehört dazu, dass Altes stirbt."

Und noch in einem anderen Punkt teilen Griechenland und Göttingen mehr als nur den Anfangsbuchstaben: Von Schuldenfreiheit kann auch am Ende dieses quälenden Prozesses keine Rede sein.

Seit dem 6.6.2012 ist der Vertrag beschlossene Sache - nun konzentriert sich unser Einsatz auf die alljährlichen Haushaltsverhandlungen.

Auf diesen Seiten finden Sie:

den Göttinger Appell 2012 zum sogenannten Zukunftsvertrag, verfasst vom Bündnis Lebenswertes Göttingen, zum Lesen und Unterzeichnen

umfassende Informationen zum "Zukunftsvertrag", zu Kommunalfinanzen und vielen weiteren Themen

Termine und weitere Aktivitäten zum Thema "Zukunftsvertrag"

Spendenkonto, Kontaktmöglichkeit und Impressum

Das nächste Treffen des Bündnisses Lebenswertes Göttingen findet am Dienstag, dem 26.3.2013 um 17 Uhr statt und zwar beim ver.di-Bildungswerk in der Roten Straße 19 (Ecke Markt).